Auf dieser Website finden sich Publikationen und Lehrveranstaltungen, die ich hauptsächlich als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Centrum für Interdisziplinäre Wirtschaftsforschung (CIW) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster – von 2009 bis 2011 – verfasst bzw. abgehalten habe.
Auch sind Vorlesungen aufgeführt, die ich an der FOM Hochschule für Oekonomie & Management in Köln – von 2016 und 2018 – gehalten habe.
Im Jahr 2019 veröffentlichte ich zudem – eng verknüpft mit meinem beruflichen Werdegang – eine ökonomische Analyse, wie regulatorische Eingriffe im Versicherungssektor gerechtfertigt werden können.
[6] "Zur Regulierung von Versicherungen: Rechtfertigungsanalyse und ausgewählte Praxisbeispiele", Zeitschrift für die gesamte Versicherungswissenschaft [ZVersWiss, German Journal of Risk and Insurance], 108 [3-4], 2019, S. 227–253.
Zusammenfassung: In der vorliegenden Studie wird die ökonomische Rechtfertigung von regulatorischen Eingriffen in den Versicherungssektor untersucht. Anhand von Beispielen wird zudem die komplexe Regulierungspraxis in Deutschland veranschaulicht. Insgesamt zeigt sich, dass die der Regulierung bzw. der Bürokratie innewohnenden Probleme immer gegenüber Schwächen und Stärken des Wettbewerbs abgewogen werden müssen. So ist der legitime Versuch einer Senkung von Informations- und Transaktionskosten durch den Staat weitestgehend fehlgeschlagen. Auch regulatorische Eingriffe aufgrund adverser Selektionseffekte sind wegen existierender Marktlösungen zu hinterfragen. Hingegen kann das moralische Risiko, welchem Versicherer nachvertraglich ausgesetzt sein können, in einer Modellvariante als nachvollziehbarer Rechtfertigungsansatz für eine staatliche Aufsicht dienen. Auch die Internalisierung negativer Externalitäten, die aus der Schieflage einzelner Versicherer entstehen könnten, stellt einen plausiblen Argumentationsansatz für eine Solvenzaufsicht dar. Schlussendlich bleibt jedoch problematisch, dass der Regulator die unternehmerische Freiheit an vielen Stellen einschränkt, um vorgeblich weitere Marktunvollkommenheiten zu beseitigen. Diese Art von Eingriffen kann letztlich nur mit Paternalismus gerechtfertigt werden.
Volltext-Zugang: https://rdcu.be/bUf3I
[5] "Aufsätze zur Personalökonomik: Ökonometrische Untersuchungen anhand der Daten des IAB-Betriebspanels", Kumulative Dissertation, September 2011, Münster [Westfalen].
Zusammenfassung: Im Zentrum der kumulativen Dissertation stehen drei empirisch ausgerichtete Studien [vgl. 1-3], die sich innerhalb einer umfassend verstandenen Personalwirtschaftslehre [„Human Resources Management“] der Teildisziplin Personalökonomik [„Personnel Economics“] zuordnen lassen. Für Letztere ist die Verbindung zwischen der volkswirtschaftlichen Teildisziplin Arbeitsmarktökonomik [„Labour Economics“] und dem betriebswirtschaftlichen Fach Personal[wirtschaft] ein konstituierender Faktor gewesen. In der Einleitung wird zunächst der personalökonomische Forschungsansatz vorgestellt. Im Anschluss werden die einzelnen Studien vorgestellt und kontextualisiert.
Bestellbar unter: KVK - Karlsruher Virtueller Katalog
[4] "Betriebsräte und ihr Einfluss auf arbeitgeberfinanzierte Weiterbildungsmaßnahmen", Zeitschrift für Personalforschung [ZfP, German Journal of Human Ressources Management], 25 [3], 2011, S. 225-246.
Zusammenfassung: In der vorliegenden Studie wird der Einfluss von Betriebsräten auf das Angebot und die Finanzierung betrieblicher Weiterbildung untersucht. Anhand ökonometrischer Schätzungen mit den Daten des IAB-Betriebspanels, Wellen 2003 bis 2009, wird zudem die Betriebsratswirkung auf die Teilnehmerstruktur näher betrachtet. Insgesamt bekräftigen und ergänzen die vorliegenden Schätzergebnisse den bisherigen Forschungsstand. So begünstigen die Arbeitnehmervertreter sowohl das Angebot als auch die Inanspruchnahme von Weiterbildungsmaßnahmen sowie eine vermehrte Kostenübernahme durch die Betriebe. Die Anwesenheit eines Betriebsrates ist weiterhin für den Abschluss von Rückzahlungsvereinbarungen förderlich, die beim Verlassen des Betriebs für Arbeitnehmer fällig werden. Schließlich beeinflussen Betriebsräte den Anteil an Teilnehmern insgesamt und in ausgewählten Beschäftigtengruppen.
Volltext-Zugang: Econstor / Researchgate
[3] "Bestimmungsgründe für die Beschäftigung und Rekrutierung von Älteren sowie für das Angebot an altersspezifischen Personalmaßnahmen", Diskussionspapier des Centrums für Interdisziplinäre Wirtschaftsforschung 8/2011, Westfälische Wilhelms-Universität Münster.
Zusammenfassung: Die vorliegende Studie untersucht die Determinanten für die Beschäftigung von Älteren und für das Angebot an altersspezifischen Personalmaßnahmen. Anhand ökonometrischer Schätzungen mittels der Daten des IAB-Betriebspanels, insbesondere der Wellen 2005, 2006 und 2008, werden zudem die Bestimmungsgründe für Einstellungen von Personen über 50 Jahren betrachtet. Insgesamt wird der bisherige Forschungsstand bekräftigt und erweitert. Unter anderem werden die erwarteten Zusammenhänge auch in drei Betriebsgrößenklassen ausgewertet, um Unterschiede in der Betriebsgröße zu würdigen. Hierbei wird deutlich, dass der Personal- und Qualifikationsstruktur, den betriebswirtschaftlichen Kennziffern und der Produktionsstruktur sowie den industriellen Beziehungen und Rahmenbedingungen eine hohe Bedeutung beigemessen werden muss.
Volltext-Zugang: IDEAS / Researchgate
[2] "Familienbewusste Personalpolitik und Unternehmenserfolg – Eine empirische Untersuchung", Diskussionspapier des Instituts für Organisationsökonomik 4/2011, Westfälische Wilhelms-Universität Münster.
Zusammenfassung: Die vorliegende Studie untersucht die wechselseitige Beziehung zwischen Unternehmenserfolg und einer familienbewussten Personalpolitik. Anhand der Schätzung eines simultanen Gleichungssystems mit den Daten des IAB-Betriebspanels zeigt sich, dass eine gute Geschäftsentwicklung für ein entsprechendes Maßnahmenangebot förderlich ist, während dies umgekehrt nicht bestätigt werden kann.
Volltext-Zugang: IDEAS / Researchgate
[1] "Betriebliche Mitbestimmungsvorschriften in Deutschland: Rechtfertigungs- und Wirkungsanalyse", Diplomarbeit, 6/2009, Universität Mannheim.
Zusammenfassung: In der Diplomarbeit wird im Rahmen der Rechtfertigungsanalyse zunächst diskutiert, ob und warum eine gesetzliche Regelung der Mitbestimmung ökonomisch notwendig ist, indem Argumente für und gegen eine solche Regulierung systematisch geprüft werden. Die darauf aufbauende Wirkungsanalyse untersucht die wirtschaftlichen Folgen des Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG), vor allem den theoretischen Einfluss von Betriebsräten auf Produktivität, Innovationsfähigkeit, Löhne, Personalpolitik, Ertragslage und Investitionen. Hierzu werden die aufgeworfenen Arbeitshypothesen jeweils mittels ökonometrischer Schätzungen anhand der mehrjährigen Daten des IAB-Betriebspanels überprüft und kritisch bewertet.
Volltext-Zugang: Universitätsbibliothek Mannheim
WS 2017: Vorlesung "Volkswirtschaftslehre" am Studienzentrum Köln
Schwerpunkte: Entscheidungen in Unternehmen müssen auf der Grundlage einer Vielzahl von Faktoren getroffen werden. Mit zunehmender Komplexität der Märkte erhöhen sich auch die Probleme der Zusammenführung aller Informationen zur Entscheidungsfindung. Das Modul „Volkswirtschaftslehre“ behandelt die entscheidungsrelevanten Aspekte volkswirtschaftlicher Theoriezugänge. Es vermittelt Kompetenzen der Analyse rationaler Entscheidungen bei vollständigen und bei unvollständiger Informationen, etwa bei der Gestaltung von Verträgen in oder zwischen Unternehmen. Darüber hinaus stehen auch wirtschaftspolitische Probleme in der Diskussion. Die Studierenden lernen, ökonomische Theorien so zu verwenden, dass sie volkswirtschaftliche Rahmendaten und wirtschaftspolitische Maßnahmen strukturieren, interpretieren und hinsichtlich ihrer Bedeutung für Entscheidungen im eigenen Unternehmen beurteilen können. Damit vermittelt das Modul Kompetenzen der Entscheidungsfindung, -strukturierung und -bewertung bei unterschiedlichen Rahmenbedingungen.
Studiengänge: B. Sc. BWL und Wirtschaftspsychologie, B. A. Gesundheits- und Sozialmanagement, B. Sc. Wirtschaftsingenieurwesen, LL. B. Wirtschaftsrecht
-> Weitere Informationen zur Vorlesung "Volkswirtschaftslehre"
SS 2017: Vorlesung "Wissenschaftliche Methoden" am Studienzentrum Köln
Schwerpunkte: Durch die Vorlesung sollen die Studierenden bestmöglich auf ihre eigene Abschlussarbeit vorbereitet werden. Die Studierenden erwerben zuerst das Know-how zur Projektplanung sowie zu wichtigen Vorarbeiten, insbesondere zur Materialübersicht und Themenabgrenzung. Neben Praxistipps zur effektiven Auswahl und Auswertung von Literatur wird auch die Einhaltung von Formvorschriften vermittelt. Hiernach bilden die Voraussetzungen, Methoden und Ziele von Wissenschaft einen weiteren Schwerpunkt. Da sich die Veranstaltung eng an den Wünschen der Studierenden orientiert, liegt ein besonderer Fokus auf empirischen Abschlussarbeiten. Im Rahmen einer Sonderübung werden daher wichtige statistische Methoden wiederholt sowie deren Anwendung anhand der frei verfügbaren Statistik-Software R und entsprechenden Datensätzen geübt.
Studiengang: B. Sc. BWL und Wirtschaftspsychologie
-> Weitere Informationen zur Vorlesung "Wissenschaftliche Methoden"
SS 2011: Präsenzübung und Internettutorium zur Vorlesung "Industrielle Beziehungen und Internationales" am Centrum für Management [CfM]
Schwerpunkte: In der Vorlesung werden die theoretischen, insbesondere ökonomischen Grundlagen der Beziehungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern und des internationalen Personalmanagements zusammen mit wesentlichen empirischen und institutionellen Fakten vermittelt. In der Literaturübung vertiefen Studierende ihre Kenntnisse selbständig anhand grundlegender Literatur, während sie sich im Internettutorium zur Thematik gegenseitig austauschen können und Hilfestellung sowie Übungsaufgaben von Mitarbeiterseite erhalten. Die Studierenden verstehen das System der Industriellen Beziehungen in Deutschland und können es mit den Systemen anderer Länder vergleichen. Sie sind in der Lage, grundlegende Verhandlungsmodelle anzuwenden und damit in Unternehmen oder auch Verbänden bessere Verhandlungsergebnisse zu erzielen. Die erworbenen Kenntnisse hinsichtlich internationalen Personalmanagements befähigen Studierende zu entsprechenden Personalentscheidungen in inter- sowie transnationalen und globalen Unternehmen und lassen sich auch für eigene internationale Karriereplanung nutzen.
Studiengang: M. Sc. BWL [Pflichtteil des Moduls "Personal"]
WS 2010/2011: Präsenzübung "Empirisches Arbeiten" am Centrum für Interdisziplinäre Wirtschaftsforschung [CIW]
Schwerpunkte: Diese Übung richtet sich an alle Studierenden des Centrums für Interdisziplinäre Wirtschaftsforschung, die in nächster Zeit eine Abschlussarbeit schreiben, und orientiert sich dabei eng an den Wünschen der Teilnehmenden. Die Übung zielt insbesondere auch darauf ab, das selbstständige und ergebnisorientierte Arbeiten mit Daten zu fördern. Behandelt werden Fragen, wie z. B. die Auswahl von geeigneter Statistik-Software, Datensuche, effektives Zeitmanagement, Literaturrecherche und -auswertung und die Erstellung einer aussagekräftigen Gliederung. Durch die Diskussion von statistisch-ökonometrischen Methoden werden die Studierenden darin geschult, Daten zu analysieren und die Ergebnisse kritisch zu bewerten. Daneben besteht für die Teilnehmenden die Möglichkeit, Auszüge ihrer Arbeiten vorzustellen und diese kritisch zu diskutieren. Durch die Übung werden die Teilnehmenden auf die Erstellung einer empirisch ausgerichteten Abschlussarbeit bestmöglich vorbereitet und begleitet.
Studiengänge: Offen [für Wirtschaftswissenschaftler]
WS 2010/2011: Präsenzübung zur Vorlesung "Öffentliche Betriebe" [am CIW]
Schwerpunkte: Ziel der Vorlesung ist die Klärung der Fragen, warum es überhaupt öffentliche Betriebe gibt und worin sich diese von privatwirtschaftlichen, insbesondere gewinnorientierten, Betrieben unterscheiden. Dazu werden die verschiedenen Arten öffentlicher Betriebe differenziert und ihre betriebswirtschaftlichen Grundfunktionen analysiert, darunter wesentliche Besonderheiten bei Beschaffung, Produktion, Finanzierung und Personal. Außerdem werden die Grundzüge des öffentlichen Rechnungswesens behandelt.
Studiengänge: B. Sc. Ökonomik [2-Fach]
SS 2010: Präsenzübung und Internettutorium zur Vorlesung "Industrielle Beziehungen und Internationales" [am CfM]
Schwerpunkte: In der Vorlesung werden die theoretischen, insbesondere ökonomischen Grundlagen der Beziehungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern und des internationalen Personalmanagements zusammen mit wesentlichen empirischen und institutionellen Fakten vermittelt. In der Literaturübung vertiefen Studierende ihre Kenntnisse selbständig anhand grundlegender Literatur, während sie sich im Internettutorium zur Thematik gegenseitig austauschen können und Hilfestellung sowie Übungsaufgaben von Mitarbeiterseite erhalten. Die Studierenden verstehen das System der Industriellen Beziehungen in Deutschland und können es mit den Systemen anderer Länder vergleichen. Sie sind in der Lage, grundlegende Verhandlungsmodelle anzuwenden und damit in Unternehmen oder auch Verbänden bessere Verhandlungsergebnisse zu erzielen. Die erworbenen Kenntnisse hinsichtlich internationalen Personalmanagements befähigen Studierende zu entsprechenden Personalentscheidungen in inter- sowie transnationalen und globalen Unternehmen und lassen sich auch für eigene internationale Karriereplanung nutzen.
Studiengang: M. Sc. BWL [Pflichtteil des Moduls "Personal"]
WS 2009/2010: Seminar "Unternehmen in der Krise und Insolvenz" [am CIW]
Schwerpunkte: Die gegenwärtige Wirtschafts- und Finanzkrise führt auch zu einer Krise für sehr viele Unternehmen, wobei selbst in Boomphasen Unternehmenskrisen und Insolvenzen vorkommen, nur das Risiko jetzt deutlich höher ist. Für das Management stellt sich die Frage, wie sich Krisen bis hin zur Insolvenzgefahr vorhersehen und nach Möglichkeit vermeiden oder zumindest abmildern lassen. Gutes Management ist auch und gerade im Krisen- und Insolvenzfall nötig, jedoch gleichzeitig besonders schwierig. Insolvente Unternehmen unterliegen außerdem dem Insolvenzrecht, welches bestimmte Handlungen erschwert, andere jedoch überhaupt erst ermöglicht, weshalb die Insolvenz ihrerseits eine Handlungsoption darstellt und nicht einfach ein Faktum. Schließlich beeinflussen die zu erwartenden Ereignisse im Falle einer Krise bis hin zur Insolvenz stets das Verhalten aller vorausschauenden Akteure und somit auch gesunde oder erst noch zu gründende Unternehmen.
Studiengänge: B. Sc. Ökonomik [2-Fach]